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Die Akupunktur als eine sehr alte und auf dem Erfahrungsschatz
der traditionellen chinesischen Medizin beruhenden Heilmethode
ist heute insbesondere bei der Behandlung chronischer
Schmerzzustände nicht mehr wegzudenken. Die Akupunktur
ist eine sanfte Therapie ohne Nebenwirkungen und Suchtpotential.
Häufig ist es möglich, den Einsatz sog. Schulmedizinischer
Medikamente zu verringern bzw. gänzlich darauf zu
verzichten. Sie ist auch eine Option für Erkrankungen,
bei denen die Schulmedizin keine wirklich wirksamen Therapiemöglichkeiten
bietet. In meiner gastroenterologisch ausgerichteten Praxis
sind dies v.a. Patienten mit einem sogenannten Reizmagen
oder Reizdarm. Die Betroffenen leiden dabei an Symptomen
wie Völlegefühl, Oberbauchdruck, Durchfällen
oder Verstopfung sowie Blähungen. Untersucht man
den Patienten gründlich, findet man keine Erkrankung
an den Verdauungsorganen, also keinen organischen Befund.
Eine medikamentöse Therapie ist sinnlos, da das entsprechende
Organ ja nicht erkrankt ist. Hier ist der ganzheitliche
Ansatz der Akupunktur erfolgversprechend, der von einem
Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang, man könnte
hier auch sagen, zwischen sympathischem und parasympathischem
Nervensystem, ausgeht, was letztendlich die Verdauungsabläufe
„unrund“ ablaufen lässt. Dies gilt es
wieder ins Gleichgewicht zu bringen, nämlich durch
Akupunktur.
Die Behandlung umfasst insgesamt 10 Sitzungen in ruhiger
und entspannter Atmosphäre, anfangs 2/Woche, bei
Besserung 1/Woche. Die Nadelung selbst ist weitgehend
schmerzfrei und erfolgt mit sterilen Einmalnadeln. Nach
ca. 3 Sitzungen ist bereits mit einer Linderung der Beschwerden
zu rechnen.
Buchtipps zum Thema:
So hilft mir die Akupunktur
Albrecht Molsberger, Gabriele Böwing
Bei: Haug-Sachbuch
Akupunktur bei Inneren Erkrankungen
Hans Garten
Bei: Hippokrates
Der schmerzende Bauch. Gastroenterologische Erkrankungen.
Akupunktur im Dialog.
Walburg Maric-Oehler, Klaus Hünten
Bei: Hippokrates
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