|
Mit dem C13-Atemtest ist es möglich, die Besiedelung
des Magens mit dem Bakterium Helicobacter pylori nachzuweisen.
Dieser Keim löst chronische Magenschleimhautentzündungen
aus, begünstigt das Auftreten von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren
und fördert sogar die Entstehung von Magenkrebs und
Lymphomen.
Der Test ist denkbar einfach: Vor und nach dem Trinken
einer neutral schmeckenden Testsubstanz auf nüchternen
Magen bläst der Patient in ein Röhrchen. Die
Auswertung der Ausatemluft erfolgt dann im Labor.
Wann sollten
Sie u.a. diesen Test durchführen lassen?
- Frühestens 6-8 Wochen nach einer sogenannten
Eradikationstherapie, meist einer 3-fach-Therapie bestehend
aus zwei aufeinander abgestimmten Antibiotika und einem
Säureblocker. Diese Therapie wird bei Zwölffingerdarmgeschwüren
und chronischen Magenschleimhautentzündungen, die
durch Helicobacter pylori verursacht sind, verordnet.
Hier dient der Test als Erfolgskontrolle der Therapie.
Was kann der Test nicht leisten?
- Diagnostik oder Ausschluß von Magen- oder 12-Fingerdarmgeschwüren
- Diagnostik oder Ausschluß von Magenkrebs
Bei Oberbauchbeschwerden wie Appetitlosigkeit, Völlegefühl
oder Gewichtsverlust ist daher immer erst eine Magenspiegelung
(Gastroskopie) erforderlich, um eine bösartige
Erkrankung nicht zu übersehen. Der C13-Atemtest
ist keinesfalls eine Alternative für eine Gastroskopie.
|