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Die Aufzeichnung eines Langzeit-EKGs ist eine einfache
Untersuchung zur Erfassung der Herzstromkurve über
24 Stunden. Sie ist völlig schmerzlos. Elektroden
werden am Brustkorb angeklebt und ein kleines Aufzeichungskästchen
am Gürtel befestigt. Das Tragen eines weiten und
nicht körpernah anliegenden Oberteils ist ratsam,
um Kästchen und Elektroden diskret zu verstecken.
Verspürt der Patient Symptome wie Herzrasen oder
Herzstolpern, kann er mit einer kleinen Taste das Ereignis
markieren, so dass später bei der Auswertung besonders
darauf geachtet werden kann. Man sollte den gewohnten
Tagesablauf beibehalten und auf Duschen, Baden und Schwimmen
verzichten. Am nächsten Tag wird das Gerät wieder
in der Praxis abgegeben.
Wann sollten
Sie u.a. ein Langzeit-EKG durchführen lassen?
- bei Herzrasen und Herzstolpern
- routinemäßig bei bekannter Herzschwäche
(Herzinsuffizienz), insbesondere wenn diese mit einer
Erweiterung des Herzens einhergeht.
- bei Schwindel- und Kollapszuständen
Belastungs-EKG (Ergometrie)
Das sog. Ruhe-EKG (Elektrokardiogramm)
stellt, wie bereits der Name sagt, die Herzstromkurve
im Ruhezustand dar. Hier kann man einen akuten oder bereits
länger zurückliegenden Herzinfarkt, Hinweise
auf eine sog. Linksherzhypertrophie beim Hypertonus sowie
Störungen der Erregungsleitung des Herzens feststellen.
Will man aber indirekt Durchblutungsstörungen
des Herzmuskels feststellen, muss man ein sog. Belastungs-EKG
durchführen.
Wir benutzen ein Fahrradergometer, wobei der Pat. stufenweise
gegen einen ansteigenden Widerstand anradelt. Simultan
wird das EKG aufgezeichnet sowie Puls- und Blutdruck gemessen.
Ausgewertet werden sowohl das EKG als auch Blutdruck-
und Pulsverhalten. Für diese Untersuchung empfiehlt
sich bequemes Schuhwerk sowie sportliche fahrradtaugliche
Kleidung.
Wann sollten Sie u.a diese Untersuchung
durchführen lassen?
- bei belastungsabhängigem Druck- und Engegefühl
oder auch Brennen hinter dem Brustbein, auf der linken
oder rechten Brustkorbseite, im Oberbauch, im Kiefer
oder im linken oder rechten Arm. Sollten Sie diese Schmerzen
akut bereits in Ruhe haben, ist dies eine Notfallsituation
und Sie müssen sofort ärztliche Hilfe holen
- bei Z.n. Herzinfarkt, Bypass-Op am Herzen oder Z.n.
Aufdehnung von Herzkranzgefäßen mit oder
ohne Stent-Einlage zur Verlaufskontrolle
- bei Blutdruckpatienten zur Therapieoptimierung
- bei unklaren Schmerzzuständen im Brustkorbbereich,
insbesondere bei Risikopatienten wie Rauchern
www.herzstiftung.de
Buchtipps zum Thema:
Ratgeber Herzinfarkt: Vorbeugung, Früherkennung,
Behandlung, Nachsorge, Rehabilitation.
Peter Mathes
Bei: Steinkopff-Verlag Darmstadt
Herzinfarkt: Was Sie jetzt wissen sollten
Martin Middeke
Bei: Trias
Herzinfarkt
Herz-, Gefäß- und Kreislaufkrankheiten. Ursachen,
Verhütung, Behandlung.
Max O. Bruker
Bei: Emu-Verlag
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